Kühlschmierstoffe wirksam erfassen

Der Report richtet sich an alle, die Anlagen planen, bauen, und betreiben, in denen KSS zum Einsatz kommen oder mit denen KSS beseitigt werden sollen. Der Bericht ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts mit der Industrie. Er beschreibt unter anderem, wie Erfassungs- und Abscheidesysteme aber auch Werkzeugmaschinen gestaltet sein müssen, um den Arbeitsbereich mit möglichst geringen KSS-Konzentrationen zu belasten.

Deutschland verbraucht jährlich etwa eine Million Tonnen KSS in rund 200.000 vornehmlich kleineren und mittleren Betrieben. Hauptabnehmer sind die metallbe- und verarbeitende Industrie und die Glasindustrie; hier vermindern die Stoffe den Werkzeugverschleiß und erhöhen Produktionsgeschwindigkeit und Produktqualität. Gleichzeitig sind KSS Gefahrstoffe, die Atemwegserkrankungen verursachen und krebserzeugende und toxische Stoffe freisetzen können.

"An circa vier Millionen Arbeitplätzen kommen Menschen potenziell mit diesen Gefahrstoffen in Berührung", erläutert Dr. Horst Kleine vom BGIA die Bedeutung von KSS für den Arbeitsschutz. Berufsgenossenschaftlichen Untersuchungen zufolge erfüllten vorhandene Absaug- und Abscheideinrichtungen zum Schutz der Beschäftigten ihre Funktion jedoch in weniger als der Hälfte aller Fälle ausreichend. "Wir haben uns deshalb mit Herstellern und Betreibern zusammengesetzt, um Schwachpunkte in der bestehenden Technik zu identifizieren und für Verbesserungen zu sorgen", beschreibt der Chemiker die gemeinsame Initiative von Arbeitsschützern, Forschern und Industrie.

COMPAMED.de; Quelle: Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften