19.08.2010

HUBER+SUHNER AG

Im Kampf gegen Tumorzellen

Eine neue, hoffnungsvolle Methode zur Behandlung von Krebstumoren und Metastasen ist die sogenannte Radiofrequenzablation. Eine Methode, die vor allem da an Bedeutung gewinnt, wo eine Operation nicht möglich ist. HUBER+SUHNER ist im Kampf gegen den Krebs mit dabei. Mit Kabeln, die für diese Methode der Tumorbekämpfung ideal darauf ausgerichtet sind.

Neue technische Errungenschaften resultieren in neuen Heilverfahren und dies in immer kürzeren Zeitintervallen. Speziell in der Krebsbekämpfung wird die Forschung mit grossem Tempo vorangetrieben. Grund dafür ist die Häufigkeit dieser Krankheit, stirbt heute doch leider jeder Vierte an den Folgen von Krebs.

Die Statistik lehrt uns, dass ca. vierzig Prozent der betroffenen Patienten nach einem Krebsbefund wieder gesund werden. Als geheilt wird in der Onkologie ein Patient bezeichnet, der mindestens fünf Jahre lang ohne Rückfall lebt.

Alternative Behandlungsmethode zur Chirurgie
Die sicherste Variante, um einen Tumor nachhaltig zu entfernen, ist nach wie vor das Messer. Es gibt im menschlichen Körper allerdings viele Stellen, wo die Skalpelle der Chirurgen keinen oder nur sehr erschwerten Zugang finden.
So zum Beispiel in Organen wie Lunge, Leber oder Niere. Hier kommen häufig sogenannte „Minimal-Invasive“ Behandlungsmethoden zum Einsatz. Eines der neuesten Verfahren ist das thermische Veröden von Tumoren durch hochfrequente Strahlung. In Fachkreisen wird dies Radiofrequenzablation genannt.

Mini-Sonde verbrennt Tumorzellen
Im Grunde ist uns diese Technologie wohlbekannt, haben wir doch alle schon Speisen in der Mikrowelle erwärmt. Eine Antenne setzt elektromagnetische Strahlung frei, welche Wassermoleküle in Schwingung versetzt, es entsteht Reibung und damit Wärme.
Bei der Radiofrequenzablation wird die Hitze durch ein- oder mehrteilige Sonden erzielt, die unter Ultraschall- oder Computertomographie-Kontrolle in den Tumor eingebracht werden. Dadurch entstehen Temperaturen über 50 °C im umliegenden Gewebe und die Zellen sterben ab. Der Tumor wird sozusagen an Ort und Stelle regelrecht „verkocht“. Ein Weiterwachsen oder das Bilden gefährlicher Ableger (Metastasen) kann so verhindert werden.

Material in Spitzenqualität gefordert
Eine der grössten Herausforderungen an die Hersteller der benötigten Gerätschaften ist der Transport der elektromagnetischen Energie vom Generator zum Tumor. Natürlich sollen die verwendeten Kabel kleinste Abmessungen haben, andererseits sollen sie dem behandelnden Arzt ergonomisch in der Hand liegen, sehr flexibel sein und nicht zuletzt nur geringste Energieverluste verursachen.
Hier kommt HUBER+SUHNER zum Einsatz, haben wir doch mit unseren führenden, verlustarmen Koaxialkabeln, gepaart mit der Fähigkeit unsere Produkte ideal auf Kundenbedürfnisse abzustimmen, die idealen Werkzeuge zur Hand.

Das Verfahren an sich ist noch jung und es wird der Industrie noch einige Probleme zu lösen geben. So zum Beispiel die stetig steigenden Frequenzen um die Eindringtiefen der Strahlung besser kontrollieren zu können oder anders formuliert: Man will immer gezielter im Tumor Wärme erzeugen und weniger im umliegenden Gewebe. Auch spielt Umweltschutz in medizintechnischen Produkten eine immer wichtigere Rolle, insbesondere bei diesen häufig nur einmalig eingesetzten Operationsmitteln. Wissensvorsprung in Material- und Hochfrequenztechnik ist hier Schlüssel zum Erfolg. Seit nunmehr einem Jahr arbeitet HUBER+SUHNER mit Entwicklungsabteilungen führender Hersteller in diesem Markt zusammen. Mit den „Minimal-Invasiven“ Anwendungen ist es unserem Unternehmen gelungen, einen weiteren wegweisenden Markt für unsere koaxialen Steckverbinder, Kabel und speziell hierfür entwickelten Übergänge zu erschliessen.