Hoch auflösende Bilder möglich


Der 7-Tesla-MRT soll Bilder von extrem hoher Auflösung aus dem Körperinnern von Probanden und Patienten liefern. Ziel ist, Krankheitsrisiken und Krankheitsprozesse sehr früh zu erkennen und neue diagnostische Verfahren und Therapien zu entwickeln. Vor allem erhoffen sich Grundlagenforscher und Kliniker neue Einblicke in die Entstehung von Herz-Kreislauf-, neurologischen sowie Stoffwechselerkrankungen und Krebs. "Die Hochfeld-MR-Anlage, die in diesem Gebäude aufgebaut wird, wird solche Bilder erstmals liefern können", sagte Prof. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz- Gemeinschaft, zu der das MDC gehört.

Als vierter 7-Tesla-MRT weltweit (nach Boston und Pittsburgh in den USA sowie Paris) wird das Berliner System nach Angaben der Physikalisch-Techischen Bundesanstalt (PTB) mit einem 8-kanaligen Sendesystem bestückt sein. Mit dieser Technik rückt erstmals die Herzbildgebung mit einem 7-Tesla-MRT in den Blickpunkt.

Aufgrund seiner hohen magnetischen Feldstärke von 7 Tesla (das entspricht dem 140.000-fachen des Magnetfelds der Erde) ist der 35 Tonnen schwere Magnet durch einen Käfig aus 230 Tonnen Stahl abgeschirmt. Damit wird sichergestellt, dass die unmittelbare Umgebung nicht von dem Streufeld des Magneten beeinflusst wird und auch der Magnet selbst vor Störungen von außen sicher ist. Der zylinderförmige supraleitende Magnet ist 3,40 Meter lang und hat einen Durchmesser von 2,40 Meter.

COMPAMED.de; Quelle: Max-Delbrück-Centrum