Hilfestellung für mehr Innovationen

In Fernost boomt die Wirtschaft und wegen niedrigen Lohkosten können Firmen dort günstig produzieren. Europäische Unternehmen können da nicht mithalten. Nicht nur Großkonzerne spüren den Druck, sondern auch kleine und mittelständische Unternehmen, die in Deutschland als Jobmotor gelten. Um auch weiterhin im Geschäft zu bleiben, müssen sie neue, innovative Produkte entwickeln.

Doch daran hapert es oft: Vor allem kleine Betriebe haben den Markt und die veränderten Kundenwünsche zu wenig im Blick, verharren häufig im alten Trott, vertrauen auf ihr herkömmliches Angebot und auf ihren alten Kundenstamm. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher von der Fraunhofer-Technologie- Entwicklungsgruppe TEG in Stuttgart.

"Innovationen sind mehr oder weniger zufällig", so Clarissa Bay, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Abteilung Innovations- und IP-Management, die ein EU-Projekt koordiniert, das kleinen und mittelständischen Unternehmen auf die Sprünge helfen soll. Top-down Innovationsplanung (TIP) soll Unternehmer auf neue Ideen bringen, entweder im Dialog mit der TEG oder als Online-Tool (www.tip-eu.org).

Betriebe aller Branchen können mit Hilfe einer Checkliste ermitteln, wie gut ihr Innovationsprozess ist. Mit der Auswertung erhält jeder Teilnehmer Empfehlungen, wie er sein Unternehmen für die Zukunft fit machen kann.

Bei der Beantwortung der Fragen leistet ein Online-Tool Hilfestellung. Es stellt Informationen, Dokumente und Links rund um den Innovationsprozess bereit, so dass sich jeder Nutzer kostenlos und vom eigenen Schreibtisch aus über Technologietrends oder Marktentwicklungen informieren kann.

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft