Herausragende Impulse für die Krebstherapie in Deutschland

28.08.2014
Foto: Krebs

Eine neue Krebstherapie gibt nun in Deutschland neue Impulse; © Sebastian Kaulitzki/ panthermedia.net

Bundesforschungsministerin Johanna Wanka weihte kürzlich in Dresden im Beisein des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich die neue Protonentherapieanlage des Universitätsklinikums ein.

Im Herbst können dort die ersten an Krebs erkrankten Patienten behandelt werden. Dresden ist neben Heidelberg und Essen erst die dritte deutsche Universität und eine von weltweit nur 30 Institutionen, die über eine solche Einrichtung verfügt. Die Protonentherapie gilt als bedeutende Innovation in der Strahlentherapie mit höheren Heilungschancen für die Patienten.

"Die neue Bestrahlungseinheit wird die Versorgung krebskranker Patienten entscheidend verbessern. Das ist die wichtigste Nachricht des heutigen Tages und darüber freue ich mich sehr. Dresden wird mit dieser Einrichtung herausragende Impulse für die Krebstherapie in Deutschland liefern", sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka.

OncoRay, das Nationale Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie, wird seit 2003 durch das Förderprogramm "Zentren für Innovationskompetenz" des Bundesforschungsministeriums gefördert. Das damals völlig neu konzipierte Programm verlangte von den Dresdner Akteuren, dem damaligen Forschungszentrum Dresden-Rossendorf, der Technischen Universität und dem Universitätsklinikum eine fundierte langfristige Strategie, um ein international anerkanntes Zentrum aufzubauen. Diese gemeinsame Strategie, die Zielstrebigkeit aller Beteiligten und die gemeinsame Finanzierung durch Bund und Land waren entscheidend für den Erfolg des Zentrums. Bereits in der Startphase engagierte sich auch das Land Sachsen finanziell bei OncoRay und förderte das Zentrum ab 2008 durch die Sächsische Landesexzellenzinitiative. Auch in den folgenden Jahren ging die erfolgreiche Entwicklung weiter. Im September 2010 konstituierte sich OncoRay gemeinsam mit dem Heidelberger Institut für Radioonkologie (HIRO) als "Nationales Zentrum für medizinische Strahlenforschung in der Onkologie". Der Neubau des Zentrums wurde 2013 bezogen. Das Bundesforschungsministerium hat OncoRay seit 2003 im Rahmen der Initiative "Unternehmen Region" mit insgesamt rund 36 Millionen Euro gefördert.

"Der Start der Protonentherapie in Dresden ist der vorläufige Höhepunkt einer Entwicklung, die wir so erhofft und mit allen Kräften unterstützt haben, aber in einem so kurzen Zeitraum nicht für möglich hielten. In nur 11 Jahren ist es gelungen, in Dresden ein weltweit anerkanntes Zentrum für Strahlenforschung in der Onkologie zu etablieren" sagte Wanka.

COMPAMED.de; Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung