Grundlage für transparente Bildschirme

Wissenschaftlern der TU Braunschweig ist es gelungen, Pixel auf Basis organischer Leuchtdioden (OLEDs) zu realisieren. Diese Pixel werden mit ebenfalls transparenten Dünnschichttransistoren (TFTs) angesteuert. In Zukunft könnten große und hochauflösende durchsichtige Displays aus Millionen dieser Pixel aufgebaut werden.

Solche Anzeigen, so erklärt Thomas Riedl der Leiter der Arbeitsgruppe Organische und Anorganische Laser am Institut für Hochfrequenztechnik der TU Braunschweig, sind von Nutzen unter anderem in der Automobilindustrie. Dort könnten Anzeigen in die Windschutzscheibe von Fahrzeugen integriert sein. In der Medizintechnik können transparente Displays den Chirurgen bei der Operation direkt in seinem Blickfeld mit Zusatzinformationen versorgen.

Ein wesentlicher Vorteil der organischen Schichten in OLEDs ist ihre Transparenz im sichtbaren Spektralbereich. Verwendet man für die Kontakte zur Stromzufuhr keine Metallschichten, sondern, wie die Braunschweiger Forscher, transparente leitfähige Metalloxide, zum Beispiel Indium-Zinn-Oxid oder Zinkoxid, dann können auch völlig transparente OLEDs realisiert werden.

Analog zu etablierten Flüssigkristalldisplays müssen auch in OLED- Displays die einzelnen Bildpunkte mit einer Treiberelektronik aus Dünnschichttransistoren angesteuert werden. Der neue Ansatz der Braunschweiger Wissenschaftler ist die Verwendung von ebenfalls durchsichtigen TFTs. Diese bestehen anstelle von Silizium aus einer etwa 100 Nanometer dicken Metalloxidschicht, hier Zink-Zinn-Oxid, die mehr als 90 Prozent des sichtbaren Lichtes durchlässt. Die anzusteuernde OLED kann direkt auf die jeweilige Treiberelektronik platziert werden, ohne dass der Durchblick beeinträchtigt wird.

COMPAMED.de; Quelle: Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig