Großes Verdienstkreuz für Wissenschaftler

Die vom Bundespräsidenten verliehene Auszeichnung hat dem Hannoveraner Niedersachsens Wissenschaftsministerin Professor Johanna Wanka während einer Feierstunde im Gästehaus der Landesregierung überreicht.

„Ihr wissenschaftliches Leben und Wirken war und ist der Physik und insbesondere der Lasertechnologie gewidmet. Sie dürfen sich heute mit Recht als Pionier dieser Technik feiern lassen. Vor allem der Erfolg der heutigen Leibniz Universität Hannover in der Laser- und Quantenphysik basiert in erheblichem Maße auf Ihrem Wirken“, sagte Wanka.

Der 1929 in Hannover geborene Wissenschaftler hat weit über die Grenzen Hannovers und Niedersachsens hinaus Maßstäbe in der Laserphysik gesetzt. Nach einem fünfjährigen Aufenthalt in den USA, während dessen der Wissenschaftler unter anderem am US-Raumfahrtprogramm mitwirkte und schließlich die Verantwortung für eine Abteilung für Laserphysik übernahm, kehrte er 1966 nach Hannover zurück. Dort gelang es Welling, der seit 1974 eine Professur für Quantenoptik an der Leibniz Universität Hannover innehatte, mit viel Hartnäckigkeit und Verhandlungsgeschick den Deutschen Gravitationswellendetektor von München nach Hannover zu holen. Damit legte er den Grundstein für ein Max-Planck-Institut in der niedersächsischen Landeshauptstadt.

Außerdem gehörte er im Jahre 1984 zu den Gründern des Laser-Zentrums-Hannover, an dem er bis zu seinem 78. Lebensjahr im Vorstand tätig war. Heute ist das Zentrum eines der führenden Institutionen auf dem Gebiet der angewandten Laserforschung in Deutschland.

Mit seiner erfolgreichen Arbeit in der Quantenoptik legte er zudem den Grundstein dafür, dass die Leibniz Universität Hannover und die dort in seiner Nachfolge tätigen Wissenschaftler in der Exzellenzinitiative erfolgreich waren und das Exzellenzcluster „QUEST“ einwerben konnten.


COMPAMED.de; Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur