Gründung eines neuen Wissenschaftscampus in Lübeck

Foto: Textkugel

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages zum „BioMedTec Wissenschaftscampus“ erfolgt im Rahmen der Auftaktveranstaltung zur ‚Stadt der Wissenschaft 2012‘ in der Lübecker St. Marienkirche in Anwesenheit von Bundesministerin Doktor Annette Schavan.

Hinter dem Vorhaben steht das Ziel, Lübeck zu einem der führenden Medizintechnikstandorte in Nordeuropa zu auszubauen. „Wissenschaft spielt für die Hansestadt seit Langem eine herausragende Rolle. Besonders hervorheben möchte ich Medizin, Medizintechnik, Biotechnologie und die Marine Biotechnologie. Die erfolgreiche und gute Zusammenarbeit von Universität und Fachhochschule muss hier ebenfalls genannt werden. Sie findet Ausdruck im BioMedTec Wissenschaftscampus. Universität und Fachhochschule, beide stark mit der Wirtschaft verknüpft, intensivieren ihre Zusammenarbeit und wollen so auch noch mehr Unternehmen nach Lübeck holen. Ich hoffe, dass sich das Ziel erfüllt, mit dem BioMedTec-Campus Lübeck zu dem Medizintechnikstandort in Deutschland zu machen“, so die Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Der Wissenschaftscampus mit aktuell über 6000 Mitarbeitern wird einer der wichtigsten Motoren für die Zukunft der Hansestadt Lübeck werden. Der BioMedTec Wissenschaftscampus steht für Innovationen auf dem Gebiet der Biomedizintechnik. Die dafür notwendige räumlich enge Kooperation auf dem Campus mit ortsansässigen Medizintechnikunternehmen ist unabdingbar, so die Initiatoren des Wissenschaftscampus.

Die Hauptakteure sind sich sicher, dass aus dieser Idee der noch engeren Zusammenarbeit neue innovative Entwicklungen in anderen Themenfeldern von übergreifendem Interesse entstehen. Der Campus soll mit seinen Aktivitäten auf den Gebieten der Forschung, Lehre, akademischen Weiterbildung, des Technologietransfers und der Entwicklung von erforderlicher Infrastruktur die notwendigen Voraussetzungen schaffen. So wird der Wissenschaftscampus kein Closed Club sein, sondern ist offen für die Aufnahme weiterer Mitglieder, insbesondere aus der Industrie.

Wichtige Instrumente auf dem Weg zu einem Wissenschaftscampus sind die Bildung von Brückenprofessuren, das gemeinsame Marketing für abgestimmte Studiengänge in kooperierenden Bereichen, mehr Durchlässigkeit zwischen diesen Angeboten und die Etablierung von gemeinsamen Einrichtungen wie Brückeninstitute, -zentren sowie gemeinschaftliche Infrastruktur, erläuterten die Präsidenten ihr Konzept.


COMPAMED.de; Quelle: Fachhochschule Lübeck