Funktionalisierte Kunststoffe als Innovationstrend

„Funktionalisierte Kunststoffe ermöglichen neue Ansatzpunkte für die Medizin von Morgen", betonte Doktor Ralf Kindervater. „Ein Zusammenspiel der kunststoffbezogenen Werkstoffwissenschaften und der medizintechnischen Anwendung bietet die Möglichkeit für eine Vielzahl von Innovationsansätzen“.

Am 17. Mai 2011 fanden sich rund 60 Teilnehmer an der Hochschule Furtwangen in Tuttlingen ein, um beim Cluster-Workshop „Funktionalisierte Kunststoffe in der Medizintechnik: Innovationsimpuls für den Mittelstand“ über die Zukunftschancen von funktionalisierten Kunststoffen im Land zu diskutieren und gemeinsame Zukunftsvisionen zu entwickeln. Veranstaltet wurde der Workshop vom Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit dem Steinbeis-Europa-Zentrum und einer GmbH in Baden-Württemberg mit Unterstützung der Hochschule Furtwangen.

„Gerade in der Medizintechnik, also in einer ausgewiesenen Querschnittsbranche, entstehen die meisten Innovationen an der Schnittstelle mehrerer Hochtechnologien wie beispielsweise der Mikrosystemtechnik, der Biotechnologie oder der Informationstechnologie“, so Ministerialdirigent Günther Leßnerkraus, Leiter der Abteilung Innovation und Technologietransfer, Ministerium für Finanzen und Wirtschaft Baden-Württemberg.

Abghay, Vertreter des Enterprise Europe Network und Projektleiter für Medizintechnologien am Steinbeis-Europa-Zentrum, stellte das EU-Programm Gesundheit und das EU-Programm Nanotechnologien, -materialien und neue Produktionstechnologien vor. Beide bieten innerhalb des 7. Forschungsrahmenprogramms der EU Finanzierung für Forschungskooperationen.

Ziel der Workshops ist es, die Teilnehmer für die strategische Bedeutung der zukünftigen Entwicklungen in ihrem Umfeld zu sensibilisieren und eine Plattform für zukunftsfähige Innovations- und Technologiekooperationen zu bieten. Gemeinsam sollen internationale Technologietrends und Zukunftsmärkte identifiziert und daraus regionale Handlungsoptionen abgeleitet werden. Insbesondere der Mittelstand als Rückgrat der Wirtschaft in Baden-Württemberg soll befähigt werden, die Zukunft aktiv mit zu gestalten. Im Workshop wurden Technologietrends, Zukunftsmärkte und europäische Initiativen rund um die Verwendung von funktionalisierten Kunststoffen in der Medizintechnik vorgestellt und diskutiert. Möglichkeiten strategischer Partnerschaften wurden aufgezeigt; einen besonderen Schwerpunkt bildete dabei die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern.


COMPAMED.de; Quelle: Steinbeis-Europa-Zentrum