Foto: Ultraschallgerät
Das neue Multifunktions-Ultraschall-
gerät © Universitätsklinikum
Heidelberg

Es liefert mehr Informationen als herkömmliche Ultraschall-Untersuchungen und erlaubt eine genauere Diagnose: Die innovative Technologie grenzt unterschiedliche Gewebearten deutlicher voneinander ab und führt Informationen aus mehreren Ultraschallbildern in einem Bild zusammen. Auf diese Weise verbessern sich Qualität und Aussagekraft des Bildes. Gewebe und Tumor können dreidimensional, auch in Echtzeit, dargestellt werden.

Zusätzlich sind mit dem Multifunktions-Ultraschallgerät elastographische Untersuchungen möglich: Dabei übt der Arzt mit dem Ultraschallkopf einen geringen Druck von außen auf das Organ aus oder erzeugt diesen Druck durch akustische Energie. Da Tumorgewebe fester als das umliegende Prostatagewebe ist, lässt es sich durch den Druck weniger verformen, es ist weniger elastisch. Das Gerät registriert mittels Ultraschall die Elastizität des Gewebes, errechnet aus diesen Daten Ort und Ausdehnung des Tumors und stellt diesen mit einer speziellen Bildgebungssoftware dar.

An der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg unterstützt der neue Apparat neben der Diagnostik auch die individuell angepasste Therapie: Das präzise Bildmaterial von Ausdehnung und Lage des Tumors erleichtert den Spezialisten zusammen mit den übrigen Tumorparametern, die optimale Therapieform auszuwählen.

Dazu gehören an der Urologischen Universitätsklinik Heidelberg die minimal-invasive Da Vinci Operation, die Behandlung mit hochintensiv fokussiertem Ultraschall (HIFU) oder eine Strahlentherapie. Zudem kann bei negativer Gewebeprobe, aber nicht ausgeräumtem Tumorverdacht, eine erneute Gewebeprobe diagnostisch und technisch sicher durchgeführt werden.

COMPAMED.de; Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg