Forscher tüfteln an neuen Therapien

Ein jetzt erfolgreich abgeschlossener Tierversuch an Ratten lässt hoffen, dass es in den nächsten Jahren eine weitere Therapie nach Herzinfarkt geben wird. „Mithilfe eines Magneten, der Ratten implantiert wurde, gelang es den Forschern Gen-Nanopartikel dort hinzubringen, wo der Infarkt ist“, schildert Steinhoff. „So konnten wir das Wachstum von Gefäßen in Gang setzen und die Durchblutungsstörung des Herzens beheben“.

Das wird möglich durch entwickelte spezielle magnetische Nanopartikel, die mit einem Wachstumsgen zur Gefäßneubildung beladen wurden. Im Klartext: Die Ärzte haben die Gene genau dorthin transportiert, wo der Herzinfarkt ist. „Das ist ein lokales Problem und entsprechend muss die Therapie mit ausgefeilter Technik ausgerichtet werden“, so die Erkenntnis des Experten. Der Erfolg: Diese spezielle Methode bewirkte im Tierversuch eine deutliche Verbesserung der Herzfunktion. „Derzeit ist diese neue Technik noch in einem frühen vorklinischen Entwicklungsstadium“, berichtet Steinhoff. Die Herausforderung: Die magnetgesteuerten Gen-Nanopartikel, die den Patienten eingespritzt werden sollen, müssen möglichst auch im Herzen ankommen. Die Lösung dafür scheint ein spezieller Magnet zu sein. „Der Wirkungsmechanismus im Tierversuch ist vielversprechend“, sagt Steinhoff. Derzeit werden Nebenwirkungen untersucht, um die Sicherheit für die Therapie zu gewährleisten.


COMPAMED.de; Quelle: Universität Rostock