Forscher blicken tief in Mikrowelten

Herzstück ist ein neu beschafftes Environmental Scanning Electron Microscope (ESEM), das im Vergleich zum konventionellen Rasterelektronenmikroskop (REM) die Möglichkeiten zur Analyse der chemischen und biologischen Mikrowelten erheblich ausweitet. Vor allem die im Institut für Mikroskalige Umweltsysteme (ZMU) tätigen Forscher freuen sich über die Errungenschaft, die sie unter anderem bei der Untersuchung von Ultrafeinstäuben oder Biofilmen einsetzen werden.

Eine definierte Gasatmosphäre, die man im ESEM einstellen kann, ermöglicht die mikroskopische Untersuchung nahezu aller Materialien und Objekte in dem Zustand, in dem man sie vorfindet. Darüber hinaus erlaubt es das ESEM, solche Materialien gezielt zu behandeln und zu verändern und dabei einen dynamischen Prozess zu beobachten, etwa den Schmelzvorgang in Eisen. Grundsätzlich sind am ESEM Vergrößerungen von bis zum 100 000fachen des Objektes möglich.

Das im Mikroskopiezentrum gleichfalls zur Verfügung stehenden digitale Rasterelektronenmikroskop (DSM 962) hilft den Wissenschaftlern, auf schnelle und einfache Weise Erkenntnisse über die Zusammensetzung und die Morphologie von den Oberflächen ihrer Proben bis weit in den Sub-Mikrometerbereich hinein zu gewinnen. Mit dem DSM 962 sind Oberflächenanalysen sowohl von Makrostrukturen als auch von Mikrostrukturen möglich.

Als drittes Gerät können die Forscher ein rechnergesteuertes Rasterelektronenmikroskop nutzen. Bei diesem Gerät werden alle Abläufe mit Hilfe der Computermaus und der Tastatur gesteuert. Es besitzt eine so große Tiefenschärfe, dass man von nur rauen Flächen plastisch wirkende Bilder erhält.

COMPAMED.de; Quelle: Universität Duisburg-Essen