Flexibles OP-Instrument

Telemanipulatoren werden bereits seit langem in der Herzchirurgie und der Laparoskopie eingesetzt. Die Manipulatoren ermöglichen ein präziseres Arbeiten als herkömmliche endoskopische Instrumente und bieten dem Arzt zudem eine ergonomische Arbeitsumgebung. Allerdings stehen dem breiten Einsatz solcher Systeme momentan noch verschiedene Mängel entgegen, etwa ein zu großer Bauraum der Systeme sowie hohe Anschaffungs- und Wartungskosten.

Am Lehrstuhl für Produktentwicklung der Technischen Universität München beschäftigt man sich seit langem intensiv mit solchen Telemanipulationssystemen. Nun wurde das Telemanipulationssystems MoKeyS entwickelt. Dabei wurde der Bauraum reduziert, die Mechanik vereinfacht und ist nun günstiger herstellbar sowie die Adaption des Systems an den Operationstisch ist flexibler.

MoKeyS ermöglicht es, die einzelnen Module am Operationstisch flexibel zu befestigen und damit an unterschiedliche Operationsverfahren anzupassen. Die exakte Ausrichtung des Systems gewährleisten zwei Linearführungen, die vertikal und horizontal senkrecht zueinander angeordnet sind. Der C-Bogen erlaubt die Bewegung in zwei rotatorischen und einem translatorischen Freiheitsgrad. Der Bogen selbst schwenkt um eine horizontale Achse quer zum Operationstisch.

Zusätzlich lässt sich das Instrument radial und tangential auf dem C-Bogen bewegen. Die Instrumentenspitze beschreibt also Kugelkoordinaten innerhalb des vom C-Bogen aufgespannten Radius. Das Instrument verfügt über Antriebe zur Bewegung in drei rotatorischen Freiheitsgraden, einen Schaft und ein Werkzeug, zum Beispiel Greifer oder Skalpell.

COMPAMED.de; Quelle: Technische Universität München