Flammenlose Brennerstoffe auf dem Vormarsch

Die Anforderungen an industrielle Wärmeprozesse wachsen: Energie soll angesichts gestiegener Preise mit höchster Effizienz genutzt werden, Schadstoffemissionen sollen vermieden oder möglichst niedrig liegen und - bislang kaum genutzte - interne Energiequellen, wie Schwachgase, in die Versorgung integriert werden. Flammenlose Brennersyteme (FLOX) haben sich gegenüber diesen Anforderungen bewährt und sie werden daher für immer mehr industrielle Anwendungsgebiete zur viel versprechenden Alternative gegenüber konventionellen Brennern.

FLOX-Brenner existieren bereits seit 15 Jahren auf dem Markt, aber erst in den letzten Jahren wurden zahlreiche Varianten für verschiedene industrielle Anwendungen und Branchen entwickelt. Bei derartigen Brennern kann durch eine ausgeklügelte Durchmischung von Brenngas, Brennluft und rückzirkulierendem Abgas eine Verbrennung ohne Flammen aufrechterhalten werden. Die Brennstoffe oxidieren bei ausreichend hohen Temperaturen ohne sichtbare Flammenfront im gesamten Brennraumvolumen.

So verbrennen die Brennstoffe in einem gleichmäßig verlaufenden Verbrennungsprozess. Mit derartigen Brennersystemen wird die Energie sehr effizient genutzt und - im Vergleich zu konventionellen Brennern - werden sehr niedrige Emissionswerte von Stickoxiden erreicht. Deren Entstehung war bislang bei Hochtemperaturprozessen immer ein zentrales Problem. Neben Schwachgasen, wie Grubengas, Deponiegas oder Klärgas, kommen auch Biotreibstoffe und Biomasse für FLOX-Brenner in Betracht. Das Spektrum der neuen Einsatzgebiete reicht von der Stahlindustrie, der Glas- und Keramischen Industrie, bis hin zur Nutzung bei der Kohlenstaubverbrennung im Kraftwerksprozess.

COMPAMED.de; Quelle: FIZ Karlsruhe