Für das Verbundprojekt „Ultrasensitive Chemische Nanoskopie und Nano-Spektroskopie mit Terahertz- und Infrarot Synchrotronstrahlung bei ANKA“ erhalten die Bochumer Forscher eine Förderung vom Bundesforschungsministerium (BMBF). Denn das neue Instrument verspricht völlig neue Möglichkeiten im Bereich der Material- und Biowissenschaften.

Bereits vor drei Jahren begannen die Forscher mit dem Aufbau des neuen Instruments. Nach erfolgreichen Tests des Systems und dem Bau einer eigenen Kammer mit Beam-Line geht es jetzt an die Inbetriebnahme. „Die Synchrotonstrahlungsquelle ANKA erzeugt brillante Strahlung im Röntgen-, Infrarot- und Terahertzbereich“, erklärt Havenith-Newen. Insbesondere auf Infrarot- und Terahertz-Strahlung haben es die Forscher abgesehen. „Mit unseren Lasern können wir zwar auch IR- und Terahertz-Strahlung erzeugen, aber ANKA bietet stärkere und vor allem breitbandigere Strahlung.“

So lässt sich das gesamte Spektrum einer Probe auf einmal vermessen und es wird möglich, auch zeitlich veränderliche Prozesse zu untersuchen, wie zum Beispiel die Phasenumwandlung bei Materialien, Segregation im Nanomaßstab sowie Reaktionen in biologischen Proben, zum Beispiel Membranen. In einem weiteren Schritt soll die Nachweisempfindlichkeit durch die Einführung von innovativen Nachweismethoden weiter gesteigert werden. Der neue Aufbau bietet daher im Bereich der Material- und Biowissenschaften völlig neue Möglichkeiten.


COMPAMED.de; Quelle: Ruhr-Universität Bochum