Auch die Sicherheit von Nanopartikeln in der Sonnenschutzcreme kann damit überprüft werden. Mit der neuen Lasertechnologie können Forscher in die Hautzellen hineinschauen. Die räumliche Auflösung ist dabei tausendmal höher als bei Ultraschallgeräten.

Die Ärzte und Pharmazeuten können damit nicht nur einzelne Zellen analysieren, sondern sogar einzelne Organellen. Das sind zum Beispiel die Speicher der Zellen, in denen Fett angereichert, oder die als „Kraftwerke der Zellen“ bekannten Mitochondrien. „Viele Salben und Cremes verändern die Hautzellen und versuchen zum Beispiel, bestimmte Mechanismen des Alterns zu verzögern. Mit dem Laser-Tomografen kann man über mehrere Woche genau beobachten, ob diese Produkte überhaupt wirken“, sagt Professor Karsten König.

Das Gerät wird aber auch für die Krebsfrüherkennung verwendet, da der Arzt damit direkt am Patienten einzelne Krebszellen wie etwa das schwarze Melanom bestimmen kann. „Er muss dafür kein Gewebe mehr entnehmen“, erläutert König. Der Experte für Lasertechnologie nutzt dabei die fluoreszierende Eigenschaft von Krebszellen, die durch Laserstrahlen angeregt heller leuchten als gesunde Zellen.

In Kliniken in Australien, Japan und Europa wird der Tomograf auch dafür eingesetzt, Patienten mit Hauterkrankungen oder schwer heilenden Wunden zu beobachten. „Mithilfe von dreidimensionalen Bildern können Ärzte die charakteristischen Strukturen der Hautzellen erkennen und unterscheiden, ob sich die Hautzellen durch Krankheiten, Umwelteinflüsse oder wegen eines medizinischen Wirkstoffes verändert haben“, sagt König. Die Therapie könne dadurch ganz individuell auf den einzelnen Patienten abgestimmt werden.

COMPAMED.de; Quelle: Universität des Saarlandes