Erfolgsfaktoren für Mikro- und Nanotechnik-Firmen

Dies sind Ergebnisse einer Befragung von Unternehmern, die zwischen 2000 und 2005 in Deutschland eine Mikro- oder Nanotechnik-Firma gegründet haben. Die Ergebnisse werden am 24. April 2006 im "Gründungsmonitor Mikro- und Nanotechnik 2006" veröffentlicht.

Wie ein Vergleich der befragten Unternehmen zeigt, ist die Herkunft der Gründer ausschlaggebend für das mittelfristige Wachstum der Mikro- und Nanotechnik-Start-ups. Ausgründungen aus Hochschulen erzielen in den ersten Jahren ein geringeres Wachstum in Bezug auf Umsatz und Mitarbeiter als Spin-offs aus Forschungsinstituten und bestehenden Unternehmen. Mögliche Ursachen sind die fehlende Industrieerfahrung der Hochschul-Ausgründer und die mangelnde Verknüpfung von technischen und betriebswirtschaftlichen Studiengängen an den Hochschulen.

Ein Faktor, der das Wachstum der Start-ups positiv beeinflusst, ist eine ausreichende Finanzierung in der Startphase. Start-ups, die Risikokapital oder Fördermittel erhalten, wachsen schneller als Unternehmen, die ohne diese finanzielle Unterstützung auskommen müssen.

Zudem wirkt sich der Standort auf den Erfolg des Unternehmens aus. Start-ups wachsen schneller, wenn sie sich in einem Cluster ansiedeln - an einem Standort also, an dem sich bereits mehrere Unternehmen und Einrichtungen gleicher wirtschaftlicher Ausrichtung befinden.

Die Ergebnisse des Gründungsmonitors sollen unter anderem dazu beitragen, standortpolitische Maßnahmen, zum Beispiel im Rahmen von Cluster-Initiativen, so effizient wie möglich zu gestalten. Standorte, die Start-ups anlocken wollen, sollten Gründern Infrastruktureinrichtungen mit Laboren, Reinräumen und Anlagen zur Verfügung stellen. Durch die Nutzung solcher Einrichtungen können Mikro- und Nanotechnik-Gründer hohe Investitionen in der Startphase vermeiden und die Entwicklungszeiten für ihre Produkte verkürzen.

COMPAMED.de; Quelle: IVAM Fachverband für Mikrotechnik