Eine neue Stent-Generation

Die Laufzeit des Projektes beträgt drei Jahre. Das Projektvolumen für das Unternehmen beträgt rund 8 Millionen Euro, für Hochschulen und Forschungseinrichtungen 2,6 Millionen Euro.

Neben der CORTRONIK GmbH sind das Warnemünder Institut für Implantattechnologie und Biomaterialien e.V., die Hochschule Wismar mit dem Institut für Oberflächen- und Dünnschichttechnik, die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH Rostock sowie die Universität Rostock mit dem Institut für Biomedizinische Technik und die Universität Greifswald mit dem Institut für Pharmakologie und dem Institut für Pharmazie in das Verbundvorhaben „TheraNova - Neuartige Transkatheter-Therapien - Innovative Technologien, Materialien und Prozesse“ eingebunden.

Das Projekt beinhaltet die Entwicklung neuartiger Stents (Gefäßstützen) für das Herz-Kreislauf-System, die zum einen biologisch abbaubar und zum anderen medikamentenbeschichtet sind. Bei diesen neuen Gefäßstützen sorgen auf die Implantatoberfläche aufgebrachte und im Körper abgegebene Medikamente dafür, dass Verletzungen, die durch die Einführung selbst geschehen können, an Ort und Stelle behandelt werden. Darüber hinaus lösen sich die implantierten Stents nach einer bestimmten Zeit selbst auf. Das Implantat übernimmt nach dem Einsatz eine Stützfunktion und baut sich später, wenn das Gefäß gekräftigt ist, selbstständig wieder ab. Weitere Schwerpunkte liegen zudem in der Entwicklung spezieller Fertigungsverfahren (Laser-Mikrobearbeitung, Gasphasenabscheidung) und Prüfmethoden für diese Modelle.

Das Warnemünder Institut für Implantattechnologie und Biomaterialien e.V. ist als einer der fünf Verbundpartner im Projekt für die Etablierung von Prüf- und Analyseverfahren für die neuartigen Transkatheter-Therapieplattformen verantwortlich. Das Teilprojekt der Hochschule Wismar verfolgt die Prozessentwicklung zur Fertigung mikroporöser Oberflächenschichten für vaskuläre Stents mit Medikamentenbeschichtung. Die Schweißtechnische Lehr- und Versuchsanstalt Mecklenburg-Vorpommern GmbH in Rostock arbeitet dabei an einem innovativen Verfahren zur Herstellung neuartiger Stents mit speziellen metallischen Legierungen und Kunststoffen. Die Hauptaufgabe besteht unter anderem in der Schaffung neuer, extrem feiner Stentstrukturen im Bereich von wenigen 10 Mikrometern (µm). Ziel der gemeinsamen Forschergruppe an der Universität Rostock und der Universität Greifswald ist die Grundlagenentwicklung im Bereich abbaubarer Stentplattformen und Ballonkatheter mit aktiven Beschichtungen.


COMPAMED.de; Quelle: Universität Rostock