19.10.2009

Bartels Mikrotechnik GmbH

Digitale Mikrofluidik – Flexibles Handhaben von kleinen Flüssigkeitsmengen

Um innovative Technologien in medizinische Applikationen zu überführen bietet Bartels Mikrotechnik im Geschäftsbereich microEngineering Entwicklungsdienstleistungen und Produktinnovation durch Mikrofluidik an. Auf der diesjährigen COMPAMED wird die digitale Mikrofluidik als Methode für den Flüssigkeitstransport, die insbesondere für diagnostische Testsysteme attraktiv ist, vorgestellt.
Portable Point-of-Care-Testsysteme basieren auf dem kontrollierten Bewegen von Mikro- oder Nanoliter-Volumina und paralleler Probenverarbeitung. Bei der digitalen Mikrofluidik können kleinste Flüssigkeitstropfen über das Anlegen einer elektrischen Spannung mittels gezielter Ansteuerung flexibel kontrolliert werden. So können auch komplexe Prozesse des Flüssigkeitshandlings, wie in diagnostischen Nachweissystemen benötigt, ausgeführt werden. Anspruchsvolle mikrofluidische Systeme können ohne mikrostrukturierte Oberflächen und ohne Komponenten wie Ventile und Pumpen kompakt, gut handhabbar und hochflexibel realisiert werden.
Die Technologie, die die digitale Mikrofluidik ermöglicht, ist das Elektrowetting oder Elektrobenetzung. Das Benetzungsverhalten eines Tropfens in Kontakt mit einer elektrisch isolierten Elektrode wird unter Anlegen einer Spannung beeinflusst. Durch ein gerichtetes Feld kann ein Benetzungsgradient erzeugt werden, so dass der Tropfen auf der Oberfläche transportiert wird. Die Geschwindigkeit der Tropfenbewegung von einer Elektrode zur nächsten liegt im Bereich von einigen Hertz. Abhängig vom Elektrodendesign kann kontrolliert eine freie Bewegung des Tropfens auf der Oberfläche durchgeführt werden. Genauso kann auch eine größere Anzahl von Tropfen unabhängig voneinander oder auch parallel miteinander verarbeitet werden. Tropfen können erzeugt, transportiert, aber auch getrennt oder miteinander vermischt werden. Die auf Lab-on-a-Chip-Systemen benötigten Handhabungsroutinen können so anwendungsspezifisch umgesetzt werden, mit der Flexibilität durch die Programmierung der Elektrodenansteuerung schnell Anforderungs-änderungen vornehmen zu können.
Die digitale Mikrofluidik als Methode zur direkt kontrollierbaren Flüssigkeitshandhabung ist somit eine Schlüsseltechnologie für die zukünftige Entwicklung mikrofluidischer Diagnostiksysteme.
Auf der COMPAMED zeigt die Bartels Mikrotechnik GmbH einen Demonstrator bei dem die digitale Mikrofluidik zur Umsetzung einer fluidischen Anzeige eingesetzt wird. Das Unternehmen bietet Kunden aus dem Marktumfeld der Analytik und Diagnostik Entwicklungsdienstleistung für kundenspezifische digitale Mikrofluidiksysteme an. Erste Ideen können auf der Messe diskutiert werden.


Über Bartels Mikrotechnik
Die Bartels Mikrotechnik GmbH ist seit 1996 das Synonym für Innovationsfähigkeit und mikrosystemtechnische Kompetenz. Bartels ist auf die innovative Nutzung mikrosystemtechnischer Technologien in der klassischen Konsumgüterindustrie, im Maschinenbau und in der Medizintechnik spezialisiert. Schwerpunkte bilden die Bereiche Mikrofluidik, Mikroaktorik und Mikromechanik.
Die internationalen Aktivitäten von Bartels verteilen sich auf zwei Ge-schäftsfelder: Bartels microEngineering und Bartels microComponents.

Bartels Mikrotechnik auf der COMPAMED:
Halle 8a, Stand H19, IVAM Gemeinschaftsstand

Pressekontakt:
Dr. Ulrike Michelsen, presse@bartels-mikrotechnik.de,
Tel. +49-(0)231-9742-500