Die Zukunft liegt im Osten

Es ist allgemein bekannt: Mit der Behandlung ausländischer Patienten lässt sich das limitierte Krankenkassenbudget aufstocken. Insbesondere Russland ist dabei in den Fokus gerückt. Denn hier ist eine vermögende Mittelschicht herangewachsen, die medizinische Dienstleistungen in einer Qualität wünscht und auch finanzieren kann, die bislang nicht von allen Anbietern des russischen Marktes geboten wird. Hier bieten sich für deutsche Kliniken und Praxen Chancen, sich mit ihrem Know-how und speziellen Serviceangeboten neue Einnahmequellen zu erschließen.

Nicht alle Kliniken haben die Möglichkeit, Patienten im Ausland durch eigene Büros direkt anzusprechen. Den meisten privaten Praxen ist dies ebenfalls verwehrt. Das Gesundheitsportal flymedic hat dieses Defizit erkannt und betreibt seit dem 1. Januar 2009 einen Informationsdienst im Internet, der sich speziell an russische Patienten richtet. Deutsche Kliniken und Praxen bekommen die Chance, sich hier zu präsentieren und ihre Dienstleistungen öffentlich zu machen.

"Gesundheitsmarketing ist in Deutschland immer noch ein junges reglementiertes Thema. Andere Staaten waren in dieser Frage lange Zeit sehr viel aktiver", sagt flymedic-Gründer Florian Jäger.

So profiliert sich Indien schon seit längerem mit Behandlungen zu günstigen Preisen und teilweise hohen Standards. In der EU ist es vor allem Belgien, das auf Patienten aus dem Ausland setzt. Dabei habe der deutsche Gesundheitsmarkt sehr viel zu bieten, sagt Florian Jäger:

"Hier gibt es Spitzenmedizin und Ärzte mit weltweitem Ruf. Dieses Profil muss im Ausland noch mehr hervorgehoben werden."

COMPAMED.de; Quelle: Handelshochschule Leipzig