Die KHK liegt im Urin

Koronare Herzerkrankungen (KHK) sind die Hauptursache von Morbidität und Mortalität weltweit. Sie bilden die Todesursache von jährlich ca. zwei Millionen Menschen in Europa und mehr als einer halben Millionen Menschen in den USA. Geographische, geschlechtsspezifische oder sozio-ökonomische Grenzen existieren nicht, weshalb diese Krankheit eine zentrale Herausforderung für die Gesundheitssysteme weltweit darstellt. Eine große Zahl von Todesfällen und bleibenden Gesundheitsschäden könnte durch die frühe Diagnose vermieden werden.

Insgesamt 370 Patienten wurden von den Wissenschaftlern in einer internationalen geblindeten klinischen Studie untersucht. Die Forscher etablierten so einen Urin- Test, der mit einer Sensitivität von 98 Prozent und einer Spezifität von 83 Prozent darüber entscheidet, ob jemand an einer koronaren Herz-Erkrankung leidet oder nicht. Die hierzu angewandte CEMS Technologie (Kapillarelektrophorese gekoppelte Massenspektrometrie) gestattet nicht nur die erfolgreiche Identifikation von KHK-Patienten, sondern eröffnet auch die Möglichkeit, die Effekte therapeutischer Maßnahmen zu beobachten.

Daher könnte diese nicht invasive Diagnostik-Methode Vorteile für Patienten mit einem signifikant gesteigerten Risiko von koronaren Herzerkrankungen, wie beispielsweise Patienten mit Typ II Diabetes bringen.

COMPAMED.de; Quelle: BioRegioN - Biotechnologie Niedersachsen