30.10.2012

Vauth-Sagel Systemtechnik GmbH & Co. KG

Die „5“ steht im Zentrum des Firmenjubiläums von Vauth-Sagel

5 Söhne des Gründers Heinrich Sagel leiten heute die Firmengeschicke in zweiter Generation, und in 5 bedeutenden Branchen ist Vauth-Sagel ein angesehener Systemkomponentenpartner. Die Entwicklungs- und Herstellungskompetenz umfasst gleich 5 Materialwelten, von Stahl, Blech, Draht über Holz und Kunststoff. Verbunden mit 5 Visionen der Familie startet Vauth-Sagel mit diesen Fakten in die kommenden erfolgreichen 5 Jahrzehnte.

5 Jahrzehnte

Die 60er: Vauth-Sagel macht sich einen Namen

Begonnen hat alles Anfang 1962: Hermann Vauth und sein Schwiegersohn Heinrich Sagel gründeten zum Jahreswechsel 1961/1962 in Beller, Kreis Höxter, ein Unternehmen für Industriegüter – die Vauth-Sagel KG. Mit seiner Draht- und Blechverarbeitung mit Kunststoffüberzug machte sich der kleine Betrieb schnell einen Namen. Das erste Erfolgsprodukt war ein sogenannter Käsehordenwagen. Käsehorden, Drahtgestelle, die bei der Reifung von Käse zum Einsatz kommen, bilden zusam-mengesetzt einen Käsehordenwagen. Darüber hinaus entwickelte Vauth-Sagel in den 60er-Jahren einen Transportwagen, der bis heute in nahezu jedem Unternehmen zu finden ist.
In der Möbelindustrie waren damals besonders dekorative Drahtartikel sehr gefragt. Bei Vauth-Sagel wurden verstärkt Entwicklungsvorschläge für ein attraktives Innenleben angefragt – basierend auf funktionsfähigen Drahtartikeln für die Küchenmöbelbranche. Dies bildete den Startschuss für eigenständig designte Produkte „Made by Vauth-Sagel“. Premiere feierte nicht nur der erste Auszubildende Heinz Lauber, sondern das gesamte Unternehmen auf der interzum, wo man erstmals ausstellte.

Die 70er: zum Profi in Sachen Betten

In den 70er-Jahren nahm Vauth-Sagel die Fertigung von Bet-ten für Krankenhäuser der Bundeswehr auf. Besonders die Marine wurde zu einem großen Kunden. Vauth-Sagel stattete Mannschafts- und Offizierszimmer sowie Marine-Lazarettschiffe aus. Bereits zehn Jahre nach der Firmengründung wurden 110 Mitarbeiter beschäftigt. Neben qualifizierten Fachkräften, die das Unternehmen seit den Anfängen begleiteten, erhielten auch viele sogenannte Gastarbeiter eine Anstellung im Unternehmen. Die vorhandene Produktionsfläche reichte bald nicht mehr aus, um die Aufträge bearbeiten zu können. Anlässlich der Feier zum 10-jährigen Bestehen weihte Vauth-Sagel seine neue Produktionsstätte in Brakel-Erkeln, dem heutigen Stammsitz, ein. Dort hatten die Geschäftspartner ein Gelände erworben und errichteten drei Produktionshallen mit 6.000 Quadratmetern Grundfläche. Vauth-Sagel belieferte zu diesem Zeitpunkt nicht nur die deutsche Möbelindustrie, sondern machte auch im Export Umsätze. Damals waren die Benelux-Länder die größten Abnehmer.
Im Laufe der 70er-Jahre wurde ein Bürogebäude mit 1.000 Quadratmetern Fläche gebaut, das noch im gleichen Jahrzehnt um 500 Quadratmeter erweitert wurde. Die Produktion wurde ebenfalls weiter aufgestockt.
Das Jahr 1973 war für das Unternehmen hingegen ein sehr trauriges: Der Unternehmensgründer Hermann Vauth verstarb am 13. August 1973 nach kurzer schwerer Krankheit.

Die 80er: Vauth-Sagel steigt in die Kunststoffproduktion ein

Die 80er-Jahre waren definitiv von der Möbelindustrie geprägt. Nun begann unter anderem die Erfolgsstory des 80 Zentimeter breiten Hochschrankauszuges: Mitte der 80er waren die Ostwestfalen vor allem mit dem Hochschrankauszug „Porta 1“ erfolgreich. Damit war ein weiterer Vauth-Sagel-Klassiker geboren. Vauth-Sagel gründete zu Anfang des Jahrzehnts die MAWEG, ein Unternehmen für den Maschinen-, Werkzeug- und Gerätebau. Mit anderen Worten: Vauth-Sagel befand sich auf dem Weg, eine „Unternehmensgruppe“ zu werden. Dies sollte allerdings nicht die einzige strategische Veränderung bleiben. Ein wichtiger Schritt war 1988 die Übernahme der Firma Westo Kunststofftechnik mit Sitz in Bergheim. Damit vertiefte Vauth-Sagel seine Kenntnisse in Sachen Kunststoff. Der Weg war frei, um das umfangreiche Sortiment mit passenden Kunststoffprodukten zu erweitern. Auf dem Gelände in Brakel entstand eine vierte Halle mit 3.000 Quadratmetern Produktionsfläche. Zum Jahreswechsel 1989/1990 beschäftigte Vauth-Sagel rund 160 Mitarbeiter.

Die 90er: Logistik als große Herausforderung

Die Gruppe wuchs weiter: Mitte der 90er-Jahre übernahm Vauth-Sagel die Produktlinien von Berg in Altena bei Hagen, einem Marktbegleiter im Bereich der Produktion von Krankenhausbetten. Ende 1994/1995 gründete Vauth-Sagel die Spedition Claus mit einem eigenen Logistik-Zentrum – die gestiegenen Marktanteile, erhöhte Geschäftstätigkeit und vor allem der zunehmende Export machte dies notwendig. Parallel dazu entschloss sich die Geschäftsführung, die Produktionsstätten in Brakel-Erkeln erneut zu erweitern: Es entstand ein neuer Hallenkomplex von 5.600 Quadratmetern, in den nach Fertigstellung die Westo Kunststofftechnik aus Bergheim einzog. Außerdem zog 1994 die Materialwelt „Holz“ mit der Gründung der Westo Holztechnik ein. Vorwiegend in der Möbelfertigung kamen nun auch Produkte aus Holz zum Einsatz. Eines der zentralen Produkte in diesem Jahrzehnt war der Hochschrankauszug „Porta 2“. Etwa in der Mitte der 90er kam die Verchromung groß in Mode, gegen Ende wurde der Trend der RAL-Pulverbeschichtung 9006 geboren.

Das neue Jahrtausend: alle Unternehmen unter einem Dach

Viele Unternehmen, viele Produktionsstandorte – die Geburtsstunde der Vauth-Sagel Holding. Ende der 90er-Jahre wurden alle bestehenden Unternehmen, also die Vauth-Sagel Systemtechnik, Westo Kunststofftechnik und Vauth-Sagel Logistik, innerhalb der Vauth-Sagel Holding zusammengefasst, die dann 2004 um die unlängst übernommenen Mauser Einrichtungssysteme erweitert wurde. Kurz darauf investierte das Management in ein neues Produktions- und Logistik-Zentrum in Beverungen mit einer Größe von 20.000 Quadratmetern. Im Jahr 2006 übernahm Vauth-Sagel das vorerst letzte Unternehmen – die Müller Kunststofftechnik in Paderborn – und verlegte dorthin dann später die komplette Kunststoff-Sparte der Unternehmensgruppe. Die Jahre zwischen 2000 und 2010 brachten viele innovative Produkte hervor: zum Beispiel die Eckschranklösung „Recorner-Maxx“, den „Multi corner“, „Slide corner“ und auch „Twin corner“.

5 Brüder

5 Brüder sind es, die heute nach Hermann Vauth und Heinrich Sagel in der zweiten Generation die Geschicke der Vauth-Sagel Gruppe leiten. Alle Söhne Sagels sammelten während der Ausbildung, im Ausland und zum Teil auch bei unterschiedlichen Stationen außerhalb des Familienunternehmens wertvolle Erfahrungen, die sie heute in ihre tägliche Arbeit mit einfließen lassen. Heinz Otto und Thomas traten 1987 als Erste in das Familienunternehmen ein, sieben Jahre später folgte ihr Bruder Claus. 2003 fanden Peter und Martin ihre Aufgabenbereiche im Unternehmen.

5 Branchen

Die weltweiten Märkte, auf denen Vauth-Sagel heute unterwegs ist, unterteilen sich vorwiegend auf 5 wichtige Branchen: den Automotive-Bereich, die Möbelindustrie, das Caravaning, Medizin/Care und Multimarket.

5 Materialwelten

Die Materialwelten, über die sich die Unternehmensgruppe in fünf Jahrzehnten tiefgehendes Know-how angeeignet hat, sind sehr unterschiedlich. Die Wurzeln liegen in der Blech-, Draht- und Stahlverarbeitung, aber auch Kunststoff und das Naturmaterial Holz beherrscht das Unternehmen wie kaum ein anderes. All diese Kenntnisse stellt Vauth-Sagel gerne seinen Kunden zur Verfügung.

5 Visionen

Heinz Otto Sagel
Das Exportgeschäft war und ist einer unserer Grundpfeiler, den wir in den kommenden Jahrzehnten mit Qualitätsprodukten „Made in Germany“ weiter ausbauen werden.

Thomas Sagel
Wir werden unsere Unternehmensgruppe als unabhängiges Familienunternehmen erhalten und nachhaltig erfolgreich in die Zukunft führen.


Claus Sagel
Mehr als aktuell 850 Mitarbeiter sowie über 1.000 Auszubildende in 50 Jahren – unsere Mitarbeiter bilden das Fundament des Erfolgs. Ihrer Aus- und Weiterbildung sowie dem demografischen Wandel unserer Gesellschaft werden wir uns gezielt widmen.

Peter Sagel
Als innovativer Systemkomponentenpartner unterschiedlicher Branchen werden wir uns besonders durch unsere einmalige Entwicklungs- und Materialkompetenz vom Wettbewerb abheben.

Dr. Martin Sagel
Es gilt, unsere Unternehmensgruppe in ihrer Kompetenz- und Geschäftsfelddiversifikation zu stärken und weiterzuentwickeln mit dem Ziel einer klaren Marktpositionierung und erlebbarer Kundenorientierung.