Cluster-Standorte sind beliebt

Der Studie "Gründungsmonitor Mikro-/Nanotechnik" zufolge siedeln sich Gründer, die sich mit Standortfragen beschäftigen, am liebsten in den Mikrotechnik-Clustern Jena, München, Berlin und Dortmund an, wo bereits dreißig oder mehr Mikro- oder Nanotechnik-Unternehmen ansässig sind.

Cluster sind räumliche Ballungen von Unternehmen gleicher wirtschaftlicher Ausrichtung. Zwanzig Mikro- und Nanotechnik-Cluster mit bis zu 40 Unternehmen wurden im MST-Atlas Deutschland 2005 von IVAM Research definiert. Darauf aufbauend untersucht der jetzt erschienene Gründungsmonitor unter anderem den Zusammenhang zwischen Standorten und dem Wachstum der Unternehmen.

Die Studie basiert auf einer Befragung von Unternehmern, die zwischen 2000 und 2005 eine Mikro- oder Nanotechnik-Firma gegründet haben. Die Analyse des Wachstums der befragten Start-ups ergab, dass ein hoher Anteil der schnell wachsenden Unternehmen in einem der großen Mikrotechnik-Cluster angesiedelt ist. Die langsamer wachsenden Unternehmen dagegen sitzen häufiger in kleinen Clustern oder außerhalb der Ballungsräume.

Besonders attraktiv sind Cluster-Standorte, die Start-ups technische Infrastruktur zur Verfügung stellen, zum Beispiel Anlagen und Reinräume auf Mietbasis. Damit können Firmengründer die sonst notwendigen hohen Investitionen in der Anfangsphase umgehen und langwierige Entwicklungsprozesse beschleunigen.

COMPAMED.de; Quelle: IVAM Fachverband für Mikrotechnik