Eine nicht-alkoholische Steatohepatitis hat eine relevante Morbidität und Mortalität und ist meist progressiv. Die Stetaosis dagegen ist in der Regel gutartig und schreitet nicht fort. Beide voneinander unterscheiden zu können ist daher von klinischer Relevanz.

Bislang ist die Leberbiopsie das Verfahren der Wahl. Möglicherweise bietet der neue Biomarker nun eine nicht-invasise Methode zur Differentialdiagnose. Dazu würde eine einfache Blutentnahme reichen, wie Wissenschaftler der Cleveland Clinic Foundation in Ohio, USA, jetzt auf der „Digestive Disease Week 2007“ berichteten.

Die Wissenschaftler untersuchten in einer Studie 178 Patienten mit einer nicht-alkoholischen Fettleber, die mittels Biopsie klar nachgewiesen war. 150 gesunde Personen dienten als Kontrollgruppe. Die Forscher analysierten die CK-18-Werte bei den Probanden, die zwischen 68 und 3.000 U/L lagen.

Im Einzelnen ergaben sich folgende Durchschnittswerte für CK-18: 244 U/L bei Patienten mit Fettleber jedweder Genese, 361 U/L bei Patienten mit nicht-alkoholischer Steatohepatitis und 182 U/L bei Patienten mit einer einfachen Steatosis. Ergab sich eine Borderline-Diagnose, lag der durchschnittliche CK-18-Wert bei 179 U/L. Gesunde Probanden hatten die niedrigsten CK-18-Werte: durchschnittlich 145 U/L.

Daraus lässt sich errechnen, dass pro 50 U/L-Anstieg des CK-18-Wertes die Wahrscheinlichkeit einer nicht-alkoholischen Steatohepatitis im Vergleich zu einer Steatosis um 74 Prozent steigt. Definiert man einen Cut-Off-Wert von 246 U/L, dann lässt sich eine nicht-alkoholische Steatohepatitis mit einer Sensitivität von 75 Prozent und einer Spezifität von 81 Prozent von einer Steatosis unterscheiden.

COMPAMED.de; Quelle: Digestive Disease Week (DDW) 2007 Presidential Plenary I: Abstract 3