Beschäftigung in der Gesundheitsbranche

In einer solchen Konstellation ist neben Marburg und Münster besonders Heidelberg sehr stark, bezogen auf die Medizintechnik ragt Baden-Württemberg - und dort besonders Rottweil - heraus. Das zeigen Ergebnisse eines regionalen Beschäftigungsrankings, das vom Institut Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen für die Gesundheitswirtschaft insgesamt, die Medizintechnik sowie im Krankenhausbereich vorgenommen wurde.

Anhand der Beschäftigungsanteile an der Bevölkerung wurde ermittelt, welche Regionen sich durch hohe Beschäftigung und hohe Beschäftigungsdynamik im Gesundheitssektor auszeichnen. Insgesamt arbeiteten im Jahr 2006 in Deutschland 4,6 Millionen Menschen in der Gesundheitsbranche, davon etwa 82 Prozent sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Ein Großteil der positiven Entwicklung im Gesundheitsmarkt ist durch die Umwandlung von Voll- in Teilzeitstellen zu erklären. Während die Vollzeitstellen im Gesundheitssektor um 7,7 Prozent absanken, stieg die Teilzeitbeschäftigung um fast 19 Prozent.

Die höchsten Beschäftigungsanteile in der Gesundheitswirtschaft an der jeweiligen Bevölkerung haben Marburg mit 12,6 Prozent, Münster mit 10,8 Prozent sowie Heidelberg mit 8,4 Prozent. Der Bundesdurchschnitt liegt bei 5,4 Prozent.

In der Medizintechnikbranche verlief die Beschäftigungsentwicklung in den letzten acht Jahren mit einem Wachstum von 10,2 Prozent auf 140.400 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte deutlich positiv. In den Landkreisen Tuttlingen und Rottweil arbeiten die meisten Medizintechnik-Beschäftigten.

In den Krankenhäusern und Hochschulkliniken in Deutschland arbeiteten im Jahr 2007 etwa 1,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, davon Vollzeit etwa 67 Prozent. Zwischen 1999 und 2007 blieb die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten konstant, während sich der Anteil der Teilzeitbeschäftigten um 10 Prozentpunkte auf 33 Prozent erhöhte.

COMPAMED.de; Quelle: Institut Arbeit und Technik