Automatische Inspektion auf 3-D-Fehlstellen

Foto: Ein Bodenbelag im Detail

Wenn Oberflächen automatisch inspiziert werden, dann kommt es darauf an, die zwischen qualitätsmindernden Merkmalen und zulässigen Auffälligkeiten der Oberfläche zuverlässig zu unterscheiden. Oft sind nämlich Deformationen wie Beulen, Dellen, Falten, Kratzer oder Stufen nicht zulässig, während Ölflecken oder Verfärbungen akzeptiert werden. Herkömmliche Systeme, die Oberflächen automatisch inspizieren, erlauben meist keine sichere Unterscheidung, weil es keine verlässliche Information über das Relief der Oberfläche gibt. Daher muss mit unberechtigt beanstandenden Teilen gerechnet werden.

Das Fraunhofer-Instituts für Informations- und Datenverarbeitung, IITB, Karlsruhe hat nun ein neues System entwickelt, bei dem mehr Information zur Darstellung von Fehlstellen geliefert werden. Denn zu jedem Bildpunkt der Oberfläche werden sowohl der Grauwert oder der Farbwert als auch der Glanz und die Neigung des zugehörigen Oberflächenelements gemessen und ausgewertet. So kann man ebene Fehlstellen wie Verfärbungen und 3-D-Fehlstellen wie Beulen oder Falten sicher unterscheiden.

Das System arbeitet mit einer hohen Datenrate. Pro Sekunde können bis zu sechs Millionen mit jeweils sechs Messwerten verarbeitet werden, um die Oberflächeneigenschaften beschreiben zu können. Damit eignet sich das System möglicherweise für die automatische Inspektion von Produkten im schnellen Durchlauf.

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer Vision