Austausch von Bilddaten erleichtert


Bisher wurden große Bilddateien häufig für den Versand auf CD/DVD gebrannt und dann per Post verschickt. "Das ist zeitaufwändig, verhältnismäßig teuer und potenziell unsicher, weil Datenfehlleitung oder Datenverlust nicht ausgeschlossen werden können", so Prof. Dr. Titus Kühne vom Kompetenznetz Angeborene Herzfehler, Berlin.

"Unser technischer Ansatz ermöglicht es, durch Magnetresonanz-Tomografie, Computer-Tomografie oder Echokardiografie gewonnene große Bilddatenmengen in einen Computer hochzuladen und über das Internet zu versenden. Die versendeten Daten werden in einem zentralen Labor ausgewertet. Speziell geschultes Personal bringt eine hohe Auswertequalität mit sich."

Letztlich werden die Bilddaten in einem zentralem PACS System archiviert. Jeder Nutzer hat per Internet Zugriff auf das Archiv. "Das System ist datenschutzkonform. Alle persönlichen Patientendaten werden für den Internetversand vom Bildmaterial entfernt, die Datensicherheit des Archivs ist ebenfalls streng reguliert", erklärt Prof. Kühne.

Einige Vorteile des neuartigen Bild-Transfers: In der universitären Forschung wird die Kommunikation bei klinischen Multicenter-Studien erleichtert. Führt die Pharmaindustrie klinische Studien an mehreren Standorten durch, wird der häufig interkontinentale Versand von Studienmaterial vereinfacht. Niedergelassene Ärzte und periphere Krankenhäuser können die Bilddaten sehr einfach an spezialisierte Experten zur Befunderhebung schicken.

Prof. Kühne: "Derzeit bestehen nationale Kooperationen mit 16 Zentren für Angeborene Herzfehler. Es werden internationale Kooperationen mit Zentren in den Golfstaaten und Süd-Ost Asien aufgebaut, und eine große multizentrische Studie mit Teilnehmern aus der EU und den USA ist in Vorbereitung."

COMPAMED.de; Quelle: Kompetenznetz Angeborene Herzfehler