Beide Branchen gehören zu den Wirtschaftszweigen mit besonders vielen Arbeitsplätzen in Deutschland - allein im Gesundheitssektor arbeiten rund fünf Millionen Menschen, in der Kreativwirtschaft sind es rund eine Million Erwerbstätige. Insbesondere für fünf Bereiche der Kreativwirtschaft hat der IAT-Wissenschaftler Stephan von Bandemer enge Verflechtungen ausgemacht: Der Werbe- und PR-Sektor, der Architekturmarkt, die Designwirtschaft, die Printmedien sowie die Filmwirtschaft beeinflussen die Gesundheitswirtschaft maßgeblich, wie die Studie zeigt, die das Institut Arbeit und Technik (IAT / Fachhochschule Gelsenkirchen) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) erstellt hat.

So ist die Werbewirtschaft bereits stark verflochten mit der Pharmaindustrie und der Medizintechnik. Im klassischen Gesundheitswesen gebe es Nachholbedarf, allerdings auch Grenzen durch Werbeverbote. Der Ausbau von Systemlösungen, die z.B. Leistungen von der Diagnose über die Behandlung bis zur Nachsorge integrieren, kann für PR- und Werbewirtschaft neue Perspektiven erschließen. "Besonders gute Entwicklungsperspektiven bestehen in den Bereichen der Kreativwirtschaft, die sich daran ausrichten, Sektor übergreifende Versorgungs- und Wertschöpfungsketten der Gesundheitswirtschaft zu unterstützen", erläuterte von Bandemer.

Ähnliches gilt auch für den Printbereich und die Filmwirtschaft. Komplexe Sachverhalte müssen an Kunden und Patienten verständlich vermittelt werden. Weitere Trends sieht von Bandemer in der internationalen Ausrichtung der Gesundheitswirtschaft, die es weiter zu forcieren gilt, und der weiteren Verschmelzung von traditionellen Printmedien und Internetangeboten.

COMPAMED.de; Quelle: Institut Arbeit und Technik