Atmung des Patienten wird digital überwacht


Die Atmung lässt sich mit dem Messsystem RespiSENS überwachen, das Forscher des IIS entwickelt haben. Es befindet sich direkt in der Kleidung und erfasst, wie schnell und stark der Träger atmet. Gemessen wird dies mit Hilfe von Atembändern. Dies sind zickzackförmige Leiterbahnen, die über Brust und Bauch in ein T-Shirt integriert sind und bei Dehnung ein elektrisches Signal abgeben.

Die Rohdaten werden zu einem kleinen Modul geleitet, das sie aufnimmt, verarbeitet und die Informationen dann zu einem Handy oder PDA überträgt. Unterschreitet der Wert eine bestimmte, vorher festgelegte Größe, schlägt das System Alarm. "Das Gerät ist besonders stromsparend und so klein, dass es in der Kleidung nicht stört", sagt Projektleiter Andreas Tobola, "das Modul selbst ist nicht größer als ein Streichholzbriefchen, dazu kommt noch ein kleiner Akku zur Stromversorgung."

Der digitale Patientenbegleiter protokolliert das Verhalten der Betroffenen, erinnert sie an die Atemübungen und bietet telemedizinische Dienstleistungen. Das Messsystem dient als Navigationsgerät und informiert die Radler mit Videoclips über Sehenswürdigkeiten.

Vor allem aber kümmert er sich um gesundheitliche Bedürfnisse, wie Projektleiter Thomas Königsmann vom ISST berichtet: "Der PDA schlägt passende Touren vor und überwacht auf der Radwanderung die Atemwerte des Patienten." Abends kann der Arzt die Daten auslesen und sich ein Bild über den gesundheitlichen Fortschritt des Patienten machen. Falls notwendig, kann er aufgrund der Daten die Medikamente neu dosieren.

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft