Dies wäre laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) ein Rückgang um 360.000 gegenüber 2007. Dabei rechnet das IAB mit einem preisbereinigten Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent im Jahr 2007 und 2,5 Prozent im Jahr 2008.

Die Zahl der Erwerbstätigen werde mit 40,03 Millionen um 310.000 über dem Jahr 2007 liegen, die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um 270.000. Der gegenwärtige Aufschwung habe sogar ein noch "freundlicheres Gesicht" als der Aufschwung in den Jahren 1999 und 2000, schreiben die Nürnberger Arbeitsmarktforscher in ihrer Studie.

In den Jahren 2006 und 2007 wurden erheblich mehr Vollzeit-Arbeitsplätze geschaffen als 1999 und 2000. Der Arbeitsmarkt befinde sich seit Mitte 2006 in einem robusten Aufschwung. Das IAB benennt in der Studie drei Ursachen: Zum einen hätten die konjunkturellen Impulse kräftig auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen. Zweitens habe die moderate Lohnentwicklung der letzten Jahre den Beschäftigungsanstieg begünstigt. Zum Dritten werde der Aufschwung von den Arbeitsmarktreformen der letzten Jahre unterstützt. Das IAB geht daher von einer Abnahme nicht nur der konjunkturellen, sondern auch der strukturellen Arbeitslosigkeit aus.

Die Arbeitslosengeld-II-Empfänger profitieren allerdings weniger vom Aufschwung. Während bei den Arbeitslosengeld-I-Beziehern die Arbeitslosigkeit 2007 um rund 400.000 und 2008 um rund 210.000 zurückgehen wird, wird der Anteil der Arbeitslosengeld-II-Empfänger an den Arbeitslosen insgesamt weiter steigen von 67 Prozent im Jahr 2007 auf 69 Prozent im Jahr 2008. Hier besteht nach Einschätzung des IAB nach wie vor dringender arbeitsmarktpolitischer Handlungsbedarf, um einer Verfestigung der Langzeitarbeitslosigkeit entgegenzuwirken.

COMPAMED.de; Quelle: Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung