Analyse von Nervenschmerzen


Die Quantitativ Sensorische Testung (QST) ermöglicht mit einfachen Mitteln eine umfassende Analyse der neuropathischen Schmerzsymptomatik. Damit lassen sich Rückschlüsse auf die dem Schmerz zugrunde liegenden biologischen Mechanismen ziehen. Und so ist auch der Weg für eine gezielte Therapie geebnet. Doch nach der QST-Untersuchung folgt zunächst die Auswertung der Daten, die der untersuchende Arzt bisher für jeden Patienten und jeden QST-Wert einzeln durchführen musste. Und ab wann gilt ein QST-Wert eigentlich als krankhaft?

Dem Deutsche Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz (DFNS) ist es gelungen, eine Service- Leistung zu entwickeln, die hier Erleichterung verspricht: "Wir haben das elektronische QST-Auswertungsformular eQuiSTA programmiert, das bei Eingabe der üblichen QST-Werte eines Patienten ein individuelles sensorisches Profil erstellt und dieses auch grafisch darstellt. eQuiSTA berücksichtigt bei der Analyse Alter und Geschlecht des Patienten sowie das untersuchte Körperareal. Durch Abgleich der Patientendaten mit denen unserer Datenbank Neuropathischer Schmerz, gibt unser Analysetool auch Auskunft darüber, ob die einzelnen Messwerte im Normbereich liegen oder als pathologische Werte einzustufen sind", so Elena Krumova, Ruhr-Universität Bochum, die die Programmierung koordinierte. Der Befund kann im Anschluss ausgedruckt werden, beispielsweise zur Dokumentation oder als weiterführende Information für den Patienten. Darüber hinaus ist das Programm einfach und schnell zu bedienen.

Der DFNS stellt das elektronische QST-Auswertungsformular ab sofort allen Ärztinnen und Ärzten nach einmaliger Registrierung kostenfrei auf seiner Homepage in der Rubrik "Arzt-Info" im Menüpunkt "eQuiSTA" zur Verfügung.

COMPAMED.de; Quelle: Deutsche Forschungsverbund Neuropathischer Schmerz