Alles im Griff

Grfaik des integrierten Türgriffes

Der Eingang ist bestückt mit Gegensprechanlagen, Kameras, Klingeln und vielem mehr. In einer integrierten Türstation hingegen sind all diese Kommunikations- und Sicherheitssysteme Bestandteile des Türgriffs. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Materialfluss und Logistik IML in Dortmund haben die Einzelkomponenten so kombiniert und angepasst, dass sie kompakt in Türgriffen mit unterschiedlichem Design Platz finden.

"Unser größter Antrieb war, dass man die Kommunikationsanlage nicht zwangsläufig beim Neubau planen muss", sagt Projektleiter Ralf Erdmann. "Auch bei älteren Gebäuden halten sich die Umbauarbeiten in Grenzen. Weder muss die Wand neben der Tür aufgebrochen, noch neue Kabel verlegt werden." Das System wird vielmehr drahtlos mit Strom versorgt - bei geschlossener Tür etwa über den Türöffner. Ähnlich funktioniert die Datenübertragung. Einzig der Türgriff und der Schlosskasten müssen ausgetauscht werden. In ihnen stecken - geschützt vor Gewalteinwirkung - Türklingel, Kamera, Gegensprechanlage, wahlweise auch Bewegungsmelder oder ein RFID-Transpondersystem zur Zugangskontrolle. Damit benötigen Berechtigte keinen Schlüssel mehr.

Über seine Transponderantenne erkennt der Türgriff den Code des Chips. "Da ist es kein Problem, wenn jemand seinen Chip verliert", erklärt Erdmann. "Er erhält einfach einen neuen und der Code des alten wird gesperrt." Für ältere oder behinderte Menschen bieten sich zusätzliche Vorteile, wenn der Transponder mit einem automatischen Türöffner verbunden wird. Sie müssen nicht mehr mit Schlüsseln hantieren oder die Tür aufhalten, um ins Innere des Gebäudes zu gelangen.

COMPAMED.de; Quelle: Fraunhofer-Gesellschaft