4,4 Millionen Euro für zwei LOEWE-Schwerpunkte

„Beide LOEWE-Projekte tragen mit ihrem hervorragenden Know-how ganz wesentlich zur weiteren Profil- und Strukturbildung der Universität Marburg in den ausgewiesenen und international anerkannten Schwerpunktbereichen der Sprachwissenschaft sowie der Tumor- und Immunbiologie bei“, hob die Ministerin hervor.

Zu den ausgewiesenen Schwerpunkten der Universität zählen auch die Fachgebiete Tumor- und Entzündungsforschung. Der seit 2008 laufende LOEWE-Schwerpunkt „Tumor und Entzündung“ untersucht Entzündungsvorgänge im Kontext von Tumoren, um ihre wechselseitige Beeinflussung besser zu verstehen und daraus neue Behandlungsmöglichkeiten für Patienten zu entwickeln. Der Koordinator Professor Rolf Müller sagte: „Das zentrale Ziel des LOEWE-Schwerpunkts ist es, zwei angrenzende Forschungsgebiete zusammenzuführen, weil die Entzündungsforschung in ganz besonderem Maß die Tumorbiologie beeinflusst und somit ein Gesamtverständnis von Tumor- und Entzündungsbiologie geradezu eine Voraussetzung für neue, therapeutische Interventionen darstellt.“

Zu den Erfolgen dieses LOEWE-Schwerpunkts rechnete Kühne-Hörmann auch das in Bau befindliche neue Forschungsgebäude für das Marburger Zentrum für Tumor- und Immunbiologie auf den Lahnbergen. Die Kosten von insgesamt 49 Millionen Euro tragen der Bund und das Land Hessen jeweils zur Hälfte. Die Universität Marburg unterstütze die positive Entwicklung des Schwerpunkts unter anderem durch gezielte Berufungen und die Verstetigung von mehreren zunächst aus LOEWE-Mitteln finanzierten Mitarbeiterstellen.

Die Universität Marburg hat in der wettbewerblich organisierten Landesexzellenzinitiative LOEWE die Federführung nicht nur bei den beiden genannten Schwerpunkten, sondern auch bei dem LOEWE-Zentrum „Synthetische Mikrobiologie“. Darüber hinaus ist sie als Partnerin bei weiteren fünf LOEWE-Projekten beteiligt. Insgesamt wurden ihr bisher LOEWE-Mittel von rund 34 Millionen Euro bewilligt.

Ministerin Kühne-Hörmann verwies auch darauf, dass im Rahmen des in dieser Legislaturperiode mit insgesamt 410 Millionen Euro ausgestatteten LOEWE-Programms neben grundlagenorientierter Forschung auch anwendungsbezogene Forschung gefördert wird. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf seien bisher drei Forschungs- und Entwicklungsprojekte der Biotechnologie, Medizintechnik und Nanotechnologie bewilligt worden. Diese Verbundprojekte von kleinen und mittleren Unternehmen aus Marburg und Amöneburg würden gemeinsam mit der Universität Marburg, der Technischen Universität Darmstadt und weiteren Partnern verfolgt.

COMPAMED.de; Quelle: Philipps-Universität Marburg