"Gesundheitsregionen der Zukunft" gesucht


Der Wettbewerb soll die Akteure aus Forschung, Entwicklung und Gesundheitsversorgung einer Region zusammenführen und zur Profilbildung von Gesundheitsregionen beitragen. "Auf diese Weise sollen Innovationen im Gesundheitswesen effizienter genutzt und gleichzeitig die Gesundheitsversorgung der Patientinnen und Patienten verbessert werden", sagte Schavan.

"Gesundheit wird in Deutschland noch immer zu sehr als Kostenfaktor wahrgenommen", hob die Ministerin hervor. "Die Gesundheitswirtschaft ist mit rund 4,3 Millionen Beschäftigten aber auch die größte Branche in Deutschland und hat überdurchschnittlich qualifizierte Mitarbeiter."

Bisher ist in Deutschland die Gesundheitswirtschaft traditionell noch stark in Forschung, Entwicklung und Verwertung medizinischen Wissens gegliedert. International erfolgreiche gesundheitswirtschaftliche Modelle zeigen, dass Innovationen im Gesundheitswesen durch regional konzentrierte Zusammenarbeit aller Akteure entlang kompletter Wertschöpfungsketten am besten genutzt werden können.

Mit dem neuen Wettbewerb will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die besten Konzepte auszeichnen, wie einzelne Regionen Dienstleistungen, Forschung, Gesundheitsversorgung und die Health Care Industrie (Pharmazeutische Industrie, Medizintechnik und Biotechnologie) besser miteinander verzahnen können. Von den Erfahrungen und Lösungen, die sich in einzelnen Regionen bewähren, sollen später auch andere Regionen profitieren.

Der Wettbewerb wird in zwei Stufen durchgeführt. Aus den Anträgen werden zunächst bis zu 20 Regionen ausgewählt. Sie erhalten eine neunmonatige Unterstützung, um ein ausführliches Konzept auszuarbeiten. In der zweiten Runde sollen dann bis zu fünf "Gesundheitsregionen der Zukunft" ausgewählt und jeweils für vier Jahre mit bis zu zehn Millionen Euro für die Durchführung ihrer Konzepte gefördert werden.

Weitere Informationen über "Gesundheitsregionen der Zukunft" finden Sie unter: www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/1845.php

COMPAMED.de; Quelle: Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)